Merkmale
- Semesterwochenstunden
- 2.0
- ECTS
- 3.0
- LVA Nummer
-
251.254
- Format der Abhaltung
- Präsenz
- Learning outcomes
- Nach positiver Absolvierung der Lehrveranstaltung sind Studierende in der Lage wissenschaftliche Methoden der Stadtgeschichtsforschung für ihr eigenes Arbeiten anzuwenden. Im Seminar stehen Betrachtungen zu diesem vielfältigen Stadtraum, bauliche Metamorphosen und deren Darstellungen in Kartenbild, Stadtansicht und Fotografie im Fokus.
Content of the course
1030 | Digitale Vermittlungskonzepte für den Wiener Gemeindebezirk Landstraße
Ein Weg vom Bahnhof Wien Mitte in Richtung Belvedere führt durch einen der vielschichtigsten Stadträume Wiens. Auf wenigen Gehminuten verdichten sich hier sehr unterschiedliche architektonische Zeitschichten – von höfischer Repräsentation über Gründerzeit und Infrastrukturbauten bis zu sozialem Wohnbau und aktuellen Transformationsprozessen. Was heute als selbstverständlicher Stadtraum genutzt wird, erweist sich bei näherem Hinsehen als historisch gewachsener Übergangsraum zwischen Innerer Stadt und Vorstadt, zwischen Monument und Alltagsarchitektur. Gerade diese Heterogenität macht den dritten Bezirk baukulturell und architekturgeschichtlich besonders spannend: Als urbanes Palimpsest lässt sich hier exemplarisch nachvollziehen, wie Architektur durch Nutzung, Wahrnehmung, Erhaltung und Wandel Bedeutung gewinnt.
Im Seminar nähern wir uns diesem urbanen Gefüge aus einer praxisorientierten und vermittelnden Perspektive. In Kooperation mit dem Bundesdenkmalamt arbeiten wir gemeinsam an KOnzepten für eine digitale baukulturelle App, die ausgewählte Objekte und Stadträume des dritten Bezirks erschließen soll. Ziel ist es, Architektur und Denkmal nicht nur zu analysieren, sondern sie so aufzubereiten, dass ihre baukulturelle Bedeutung für ein breiteres Publikum nachvollziehbar und erfahrbar wird.
Wir entwickeln dafür kurze, präzise und gut lesbare Texte, die architektur- und kunsthistorische Einordnung, Baugeschichte, Nutzung und stadträumlichen Kontext miteinander verbinden. Gleichzeitig beschäftigen wir uns mit Ideen zur Gestaltung und Struktur der App selbst: Welche Inhalte lassen sich wie erzählen? Wie wirken Text, Bild und räumliche Verortung zusammen? Und wie verändert das digitale Format unseren Blick auf Architektur, Stadt und Denkmal?
Das Seminar verbindet Recherche im Stadtraum, architektur- und kunsthistorische Analyse sowie konkrete Vermittlungsarbeit. Exkursionen in den dritten Bezirk, Objektanalysen vor Ort und die Zusammenarbeit mit externen Expert:innen sind zentrale Bestandteile der Lehrveranstaltung. Das Seminar richtet sich an Studierende der Architektur, die Interesse an Baukultur, Denkmalpflege, urbaner Geschichte und an der Übersetzung fachlichen Wissens in zeitgemäße, öffentliche Formate haben.
Examination mode
prüfungsimmanent