Diplomarbeiten

Glas gaze:RetailArchitektur (Schaufenstergestaltung) in historischen Gebäuden

Tepeler BANU 2024 WS – 2025 WS
Betreut von:
Sabine Plakolm-Forsthuber

Marken priorisieren die Gestaltung ihrer Verkaufsräume, indem sie mit Architekten
zusammenarbeiten, um attraktive Eingangsbereiche (Schaufenster) zu schaffen, die als
hochwertige Werbemittel dienen.

Architekten und Designer, die sich auf visuelles Merchandising spezialisieren, entwickeln
Gestaltungslösungen für die Empfangsbereiche der Marken, die eine effektive Kommunikation mit
der umliegenden Umgebung ermöglichen und gleichzeitig die Innenidentität des Ladens
widerspiegeln. Beleuchtung, Designelemente der Marke, Farben, Materialien und Möbel arbeiten
zusammen, um das Interesse der Konsumenten zu wecken und einen visuellen Dialog mit der
Fassade des Ladens zu schaffen.

Diese Arbeit konzentriert sich auf die Wechselwirkung zwischen dem Schaufenster eines
Einzelhandelsgeschäfts und dem Gebäude oder der Fassade, in der es sich befindet. Durch die
Integration der Effizienz des Schaufensterdesigns mit dem kulturellen, sozialen und
wirtschaftlichen Kontext der Umgebung tragen Architekten eine bedeutende Verantwortung.

Ziel dieser Thesis ist es, Strategien für die Gestaltung von Schaufenstern in historischen
Gebäuden zu untersuchen, ohne die historische Integrität der Fassade zu beeinträchtigen, und die
folgende Fragestellung zu beantworten:

„Wie können einladende Einzelhandelsräume gestaltet werden, die den kulturellen und
historischen Charakter des Gebäudes bewahren?“
Methodologie:

1. Historische Analyse:
Untersuchung der Entwicklung von Shop-Designs auf internationaler Ebene, um ein
fundiertes Wissen zu schaffen und zeitgenössische Praktiken im historischen Kontext zu
verstehen.

2. Fallstudien:
Analyse und Darstellung von Schaufensterlösungen in historischen Gebäuden und Vierteln
ausgewählter Städte (Wien, Mailand, Paris und Istanbul) durch Skizzen, Fotos und Collagen.

3. Abschließende Diskussion:
Verschiedene Kommunikationsmethoden werden abschließend aufgelistet und diskutiert,
wobei untersucht wird, wie sie eingesetzt werden können, ohne die kulturelle und historische
Atmosphäre zu beeinträchtigen. Zudem erfolgt ein Vergleich mit Fällen, in denen der
historische Charakter des Gebäudes oder Viertels beschädigt wurde.

Zwischen Erinnerung und Raum – Die poetische Übersetzung von Atmosphäre

Antonia KARNER 2025 SS - 2025 WS
Betreut von:
Harald R. Stühlinger

Zwischen Erinnerung und Raum – Die poetische Übersetzung von Atmosphäre
between memory and space – a poetic approach to atmosphere

Der Inhalt dieser Arbeit versucht, Atmosphäre, die Wahrnehmung und Erfahrung dieser sowie das, was sie in uns auslöst zu erfassen und zu erzählen. Am Anfang stand die Erinnerung an eine Raumerfahrung meiner Kindheit. Was blieb, waren weniger konkrete räumliche Vorstellungen als vielmehr verschwommene Bilder und Fragmente von Erinnerungen, die vertraute Gefühle hervorrufen – und heute? Heute nehme ich poetisch wirkende Räume wahr, reale und fiktive Orte zugleich, ein Zusammenspiel aus Erinnertem und Gegenwärtigem.

„Wenn man sich in der Realität an den Orten bewegt, die sich tief ins Langzeitgedächtnis gegraben haben, bewegt man sich dort fast automatisch. Die Wahrnehmung und Erinnerung gehen hier Hand in Hand, ergänzen und beeinflussen sich gegenseitig.“[1]

Als Raum für die Erforschungen der Atmosphäre, dient der reale Ort der Raumerfahrung – Sequenzen eines (Landschafts-) Raumes in den niederösterreichischen Alpen. Es wird versucht, sich dem Raum und seiner Atmosphäre auf einer sehr persönlichen und subjektiven Ebene anzunähern. Die Arbeitsweise liegt weniger einer wissenschaftlichen Methodik als vielmehr einer intuitiven und experimentellen Vorgehensweise zugrunde. Das Erarbeiten einer Methodik wird selbst zur Methodik. Durch das schrittweise Annähern an die Thematik und den Raum soll ein Arbeitsprozess entstehen, in dem Erkenntnisse fortlaufend mit neuen Beobachtungen abgeglichen werden. Dabei geht es nicht nur darum, die Atmosphäre zu erkennen, sondern auch die gewonnenen Informationen aktiv zu verarbeiten. Die Erkundung des Raums wird zu einem experimentellen Versuchslabor. Durch das direkte Arbeiten vor Ort und das wiederholte Abgehen des Raumes, wird versucht, die Atmosphäre und den Geist des Ortes einzufangen, in dem unterschiedliche Werkzeuge und Methoden zum Einsatz kommen. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen dekodiert und übersetzt werden. Mithilfe des Mediums einer Installation soll ein Transfer (in den städtischen Raum) erfolgen.

The content of this work seeks to capture and narrate atmosphere, the perception and experience of it, and what it evokes within us. It all began with the memory of a spatial experience from my childhood. What remained were not so much concrete spatial images, but rather blurred pictures and fragments of memories that evoke familiar feelings—and today? Today, I perceive spaces that appear poetic, both real and fictional places at once, a blend of what is remembered and what is present.

“When one moves through places in reality that have deeply embedded themselves in long-term memory, one moves through them almost automatically. Perception and memory go hand in hand here, complementing and influencing each other.” [1]

The real place of spatial experience—sequences of a (landscape) space in the Lower Austrian Alps—serves as a space for the exploration of atmosphere. An attempt is made to approach the space and its atmosphere on a very personal and subjective level. The working method is based less on scientific methodology than on an intuitive and experimental approach. The development of a method becomes a method in itself. Through a gradual approach to the subject and the space, a working process is to emerge in which insights are continuously compared with new observations. It is not only about recognizing the atmosphere, but also about actively processing the information gained. The exploration of the space becomes an experimental laboratory. By working directly on-site and repeatedly walking through the space, an attempt is made to capture the atmosphere and spirit of the place, using various tools and methods. The insights gained from this are to be decoded and translated. With the help of the medium of an installation, a transfer (into the urban space) is to take place.

The goal is to make the atmosphere of the place spatially tangible and to express its poetry. However, this translation does not claim to be complete. Rather, it is precisely in the incompleteness, in the „uncontrollable“ nature of the perception and experience of space and atmosphere, that a special quality lies: the blurry, the “unnamable,” and the mysterious. It is the unspeakable that ultimately constitutes the atmosphere of a place.

[1] DOLEGA, Marcel: Gedächtnis Architektur. Eine Kulturgeschichte der Mnemotektur, S.10

Ästhetik der Gebrauchspatina – Wie Spuren unsere Wahrnehmung verändern

Julia Maria SIEBMACHER 2024 WS - 2025 WS
Betreut von:
Harald R. Stühlinger

Ästhetik der Gebrauchspatina – Wie Spuren unsere Wahrnehmung verändern.
Aesthetics of the patina of use – How our perception is changed by traces.

Spuren sind überall. Sie entstehen durch Berührung, Nutzung und Zeit. Sie sind flüchtig, fragmentarisch und unvollständig. Sie können ästhetisch oder störend wirken, als Zeichen von Wert oder Verfall gelesen werden. Sie sind Hinweise und bilden in ihrer gegenwärtigen Existenz die Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft.

Eine besondere Kategorie dieser Spuren stellt die Gebrauchspatina dar. Die sich durch kontinuierliche Nutzung bildende Schicht zwischen Objekt und Subjekt steht als zentraler Begriff im Mittelpunkt dieser Arbeit.

Ziel ist es, herauszufinden, wie die durch Nutzung entstandene Gebrauchspatina zur ästhetischen Aufwertung eines Objektes beitragen kann, ohne als bloßes Zeichen des Verfalls wahrgenommen zu werden. Dazu wird zunächst auf die Entstehung von Gebrauchsspuren und Patina eingegangen, um den Begriff der Gebrauchspatina theoretisch einzuordnen. Ihr Konzept geht unter anderem auf den deutschen Form- und Produktgestalter Karl Clauss Dietel zurück, dessen Ansätze mit denen des finnischen Architekten Juhani Pallasmaa verglichen werden. Spuren des Gebrauchs sind sowohl in Alltagsobjekten, als auch in der Architektur zu finden, weshalb für die Erforschung der Fragestellung Fallbeispiele aus beiden Bereichen betrachtet werden. Theoretische Ansätze von Gaston Bachelard, Walter Benjamin und Jaques Derrida helfen, ästhetische und antiästhetische Urteile in Bezug auf die Gebrauchspatina besser zu verstehen. Als gestalterische Ergänzung soll die Arbeit mit einer künstlerischen Untersuchung abgeschlossen werden, die sich mit der Ästhetik der Gebrauchspatina auseinandersetzt und diese gestalterisch sichtbar macht.

Traces are everywhere. They are created through touch, use and time. They are elusive, fragmentary and incomplete. They can be aesthetic or disturbing, read as a sign of value or decay. They are clues and, in their present existence, form a bridge between the past and the future.

A special category of these traces is the patina of use. The layer that forms between object and subject through continuous use is the central concept at the heart of this work.

The aim is to find out how the patina of use can contribute to the aesthetic appreciation of an object without being perceived as a mere sign of decay. To this purpose, the development of traces of use and patina will first be discussed in order to theoretically classify the concept of the patina of use. The concept goes back to the German form and product designer Karl Clauss Dietel, among others, whose approaches are compared with those of the Finnish architect Juhani Pallasmaa. Traces of use can be found in everyday objects as well as in architecture, which is why case studies from both areas are considered in order to explore the issue. Theoretical approaches by Gaston Bachelard, Walter Benjamin and Jaques Derrida help to understand aesthetic and anti-aesthetic judgments in relation to the patina of use. As a creative supplement, the work will be concluded with an artistic investigation that deals with the aesthetics of the patina of use and makes it visible through visual design.

Sommerhausarchitektur der Renaissance in Dubrovnik: Traditionen bewahren, zeitgemäße Bedürfnisse erfüllen

Laura MARJANOVIC 2024 SS - 2025 SS
Betreut von:
Sabine Plakolm-Forsthuber

 

Architekturausstellungen und ihre Vermittlung: Strategien und Ziele

Josepha KARSTEN 2024 WS - 2025 SS
Betreut von:
Harald R. Stühlinger

Architekturausstellungen und ihre Vermittlung: Strategien und Ziele

Zentrale Fragestellung: Welche Ziele verfolgen Architekturausstellungen im Kontext der Architekturvermittlung? ARCHITEKTURAUSSTELLUNGEN UND IHRE VERMITTLUNG: STRATEGIEN UND ZIELE Die aktuelle Architekturdebatte wird vor allem von einer Vielzahl an Themen bestimmt, die eng mit globalen und gesellschaftlichen Ereignissen und Herausforderungen verknüpft sind und uns die Architektur als Disziplin immer wieder neu bewerten lassen. So sind Themen der Nachhaltigkeit, der Bedeutung und Weiternutzung von vorhandenem Baubestands dringlich und lassen im Umkehrschluss nach der Zukunft der Architekturpraxis fragen. Um eine Reflektion der Vergangenheit und eine Vision für die Zukunft zu generieren sind Architekturausstellungen eine aktuelle und populäre Praxis, die sich in den letzten Jahrzehnten bewährt hat und seither weiterwächst. So können mit ihnen die auf die Architekturpraxis einwirkenden Faktoren inhaltlich untersucht, analysiert oder diskutiert und damit einen retrospektiven und zukunftsorientierten Ansatz für architektonische Inhalte dargestellt werden. So recherchiert diese Arbeit anhand einer zentralen Fragestellung die Ziele von Architekturausstellungen im Kontext des Architekturdiskurses und stellt dazu zwei weitere ergänzende Fragen; zum einen die Frage nach den involvierten AkteurInnen der Ausstellungspraxis und darauf aufbauend die Frage nach der Umsetzung und damit nach spezifischen Strategien. Diese Fragen werden anhand ausgewählter Fallbeispiele bearbeitet und sollen Aufschluss über mögliche Ziele von Architekturausstellungen geben. Die Beispiele sind nach ihrer Maßstäblichkeit ausgewählt, damit ein möglichst breites Spektrum für die diskutierten Inhalte erzeugt werden kann. Anfangs setzt sich die Arbeit mit der historischen Entwicklung und dem Fokus auf die Ursprünge und die Entwicklung von Architekturausstellungen im europäischen und nordamerikanischen Raum auseinander. So wird die Schnittstelle zur Kunstausstellung erkannt und wichtige Höhepunkte erarbeitet, die ihre Entwicklung bis heute geprägt haben. Der Status quo der Architekturausstellung wird erörtert und zudem das Medium Ausstellung mit seinen Charakteristika untersucht. Besonderes Augenmerk wird, im Rahmen der zentralen Fragestellung, auf die Rolle von AkteurInnen und inhaltlichen Schwerpunkten, sowie Strategien der Ausstellungspraxis gelegt. Dabei wird erklärt, wie sich der Schwerpunkt von der Bedeutung der KuratorInnenschaft zur Umsetzung einer spezifischen Praxis verlagert. Anhand der Beispiele, der Recherche und Gespräche mit den AkteurInnen dieser Praxis werden diese Veränderungen nachvollziehbar dargestellt. Daraus resultierende Ergebnisse lassen Ziele von Architekturausstellungen und aktuelle Tendenzen von Strategien erkennbar werden. Ziel ist es, die beschriebene Idee eines zukunftsweisenden Mediums für die Architekturpraxis unter Betrachtung vergangener und aktueller Praxis zu überprüfen und aktuelle Strategien und Methoden zu erkennen, die durch ihre Unterschiede ein breites Feld an Möglichkeiten für die Zukunft von Architekturausstellungen eröffnet.

 

Architecture Exhibitions and their Mediation: Strategies and Goals

Question: What goals do architecture exhibitions pursue in the field of communicating about architecture? ARCHITECTURE EXHIBITIONS AND THEIR MEDIATION: STRATEGIES AND GOALS The current debate on architecture is primarily determined by a variety of topics that are closely linked to global and social events and challenges which make us constantly re-evaluate architecture as a discipline. Issues such as sustainability, the significance and continued use of existing buildings are urgent and, at the same time, raise questions about the future of the architectural practice. To generate this reflection of the past and the vision for the future, architectural exhibitions are a current and popular practice that has proven itself in recent decades and has continued to grow ever since. In this way they can be used to examine, analyze or discuss the factors influencing the architectural practice and thus represent a retrospective and future-oriented approach to architectural content. This thesis researches the purposes of architectural exhibitions in the field of architectural communication and identifies two further central questions; firstly, the question of the actors involved in exhibition practice and, building on this, the question of the realization and thus specific strategies. These questions are addressed based on selected case studies and are intended to provide information about possible objectives of exhibitions in an architectural context. These examples are selected according to their scale so that the broadest possible spectrum can be generated for the content discussed. At first, the work looks at the historical development with a particular focus on the origins and development of exhibitions with architectural content in Europe and North America. The intersection to the art exhibition is recognized and important highlights that have shaped the development of the architecture exhibition to date are identified. The current status quo of exhibiting architectural topics and content is discussed, and the medium of the exhibition and its characteristics are analyzed. Within the context of the central question, particular attention is paid to the role of actors and key aspects of content, as well as to the strategies of practice in architectural exhibitions. It explains how the focus shifts from the importance of curatorship to the realization of a specific practice. Based on examples, research and discussions with those involved in this practice, these changes are presented in a comprehensible manner. The resulting outcome allows to recognize the aims of architectural exhibitions and current trends in strategies. The aim is to examine the described idea of a future-oriented medium for architectural practice by looking at past and current practice and to recognize current strategies and methods which, through their differences, create a broad field of possibilities for the future of architectural exhibitions.

Steinbrüche – Wunden in der Erde

Tatjana RIEDEL 2024 WS - 2025 SS
Betreut von:
Harald R. Stühlinger

Steinbrüche – Wunden in der Erde

Mineralische Baustoffe sind wichtiger Bestandteil von Architektur, doch nur selten wird der Ursprung jener Rohstoffe näher betrachtet. Insbesondere widmet sich die Arbeit der Rolle von Steinbrüchen, die nicht nur als Orte der Materialgewinnung fungieren, sondern auch als Symbol für den menschlichen Eingriff in die Umwelt betrachtet werden. Durch einen interdisziplinären Ansatz, der Architektur und Kunstgeschichte verbindet, werden die Zusammenhänge zwischen Steinbrüchen, der Bedeutung von endlichen Ressourcen für die Bauindustrie beleuchtet.

Im ersten Teil der Arbeit wird eine Auseinandersetzung mit künstlerischen Werken erfolgen, die die Thematik kritisch hinterfragen und verdeutlichen. Die Kunst übernimmt hierbei eine vermittelnde Rolle und macht deutlich, dass die Entnahme von Material aus der Erde nicht nur eine Ressource für Baumaterialien, sondern auch eine Verletzung darstellt, eine Wunde in der Umwelt. Künstlerische Werke hinterfragen die Praxis des Materialabbaus, thematisieren die entstandenen Umweltschäden und regen zur Reflexion über die Nutzung natürlicher Ressourcen an. Dadurch wird Kunst zu einem Medium, das Bewusstsein schafft und eine tiefere Wertschätzung für die Ursprünge architektonischer Materialien fördert.
Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit wird die nähere Betrachtung der Steinbrüche in Österreich, welche die Stadt Wien mit Baumaterialien versorgt. Es wird hier der Zusammenhang zwischen dem Umgang mit Ressourcen in der Stadt und die daraus resultierenden Wunden in der Landschaft in der Umgebung betrachtet.

Schließlich möchte die Arbeit durch dieser Aspekte herausarbeiten inwiefern Kunst dazu beitragen kann, dass die Bedeutung von Materialien und Ressourcen im Bauwesen besser verstanden und wertgeschätzt wird, um so einen nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen der Erde zu fördern.

 

Quarries – wounds in the earth

Mineral building materials are an important component of architecture, but the origin of these raw materials is rarely considered in detail. In particular, the work is dedicated to the role of quarries, which not only function as places of material extraction, but are also seen as a symbol of human intervention in the environment. Using an interdisciplinary approach that combines architecture and art history, the connections between quarries and the significance of finite resources for the construction industry are illuminated.

The first part of the work will involve an examination of artistic works that critically analyze and clarify the topic. Art takes on a mediating role here and makes it clear that the extraction of material from the earth is not only a resource for building materials, but also an injury, a wound in the environment. Artistic works question the practice of material extraction, thematize the resulting environmental damage and encourage reflection on the use of natural resources. In this way, art becomes a medium that creates awareness and promotes a deeper appreciation of the origins of architectural materials.
Another focus of the work will be a closer look at the quarries in Austria that supply the city of Vienna with building materials. The connection between the handling of resources in the city and the resulting wounds in the surrounding landscape will be considered.

Finally, the work aims to use these aspects to work out the extent to which art can contribute to a better understanding and appreciation of the importance of materials and resources in the construction industry in order to promote a sustainable use of the earth’s resources.

(Un)sichtbare Frauen: Protagonistinnen der Architekturgeschichte seit 1900 im westeuropäischen Raum

Leonie JOCHUM 2024 SS – 2025 SS
Betreut von:
Sabine Plakolm-Forsthuber

(Un)Sichtbare Frauen: Protagonistinnen der Architekturgeschichte seit 1900 im internationalen Kontext

Der Frauenanteil unter den Studierenden des Studienganges Architektur an der Technischen Universität Wien liegt mittlerweile bei ca. 55% 1), unter den gelehrten Inhalten des Studiums werden in den Vorlesungen zu Bau-, Architektur- und Kunstgeschichte nach wie vor nur aber wenige Architektinnen erwähnt, kaum eine Architektin wird näher behandelt.

Die Diplomarbeit “(Un)Sichtbare Frauen: Protagonistinnen der Architekturgeschichte seit 1900 im internationalen Kontext” soll einen Beitrag leisten, diese Lücke zu füllen und die bereits lange Präsenz von Frauen in der Architektur sichtbar zu machen.

Die Frage nach den Vertreterinnen in der Architekturgeschichte soll anhand ausgewählter Persönlichkeiten und Projekte beantwortet werden.
Ein weit gesteckter zeitlicher und räumlicher Rahmen ermöglicht einen breitgefächerten Überblick über die Werke von Frauen in der Architektur.

Die Betrachtung der Architektinnen und deren Bauwerke erfolgt in dieser Diplomarbeit gegliedert anhand der wichtigsten Baustile und Architekturbewegungen Europas und den USA seit 1900. Die Biographien der Architektinnen sind skizzenhaft dargestellt, da die Namen vor allem mit konkreten Projekten verknüpft werden sollen. Die Projekte werden daher eingehender behandelt und auf die Architektursprache sowie besondere Qualitäten analysiert.

Um die Architekturstile- und bewegungen kohärent abzubilden, werden Projekte aus den Typologien Wohnbau und öffentliche Gebäude ausgewählt. Anhand dieser zwei Typologien kann die Bauaufgabe (öffentliche Gebäude) und die zugrunde liegende Entwicklung der Gesellschaft (Wohnbau) dargestellt werden.

Die Diplomarbeit stellt, wie erwähnt, nur einen Überblick dar, eine vollständige Aufzählung aller Architektinnen ist in diesem Rahmen nicht möglich. Vielmehr dient sie als Anstoß für eine tiefergehende Recherche

Betreut von:
Sabine PLAKOLM-FORSTHUBER

Architektur und Kunstmuseum – Wenn ArchitektInnen zu AusstellungsdesignerInnen und KuratorInnen werden

Jasmin NASIF 2024 SS – 2025 SS
Betreut von:
Sabine Plakolm-Forsthuber

Der Raum im Lern-Cluster Die Entgrenzung der Lernumgebung

Gisela EDER 2023 SS - 2024 SS
Betreut von:
Sabine Plakolm-Forsthuber

Die Entwicklung der Wiener Kaffeehausinterieurs von 1920 bis 2020

Klara HERMANN 2023 WS - 2024 WS
Betreut von:
Sabine Plakolm-Forsthuber

Koptische Kirchenarchitektur. Ein Zusammenwirken von Theologie, Identität und Symbolikim Sakralraum

Sarah GABRA 2024 WS - 2025 SS
Betreut von:
Sabine Plakolm-Forsthuber

Die geplante Diplomarbeit befasst sich mit der koptischen Kirchenarchitektur Ägyptens. Als eine der Urkirchen des Christentums unterstand die koptische Architektur vielen verschiedenen Einflüssen.

Im Zentrum der Arbeit stehen die unterschiedlichen Typologien und Bauprinzipien, welche der koptischen Kirche ihre äußere Gestalt geben, aber auch für eine spirituelle Atmosphäre im Inneren sorgen. Der koptische Sakralraum reflektiert die koptische Kirche, sei es die Theologie, den Ritus oder die kulturelle Identität.

Die Architektur schafft jedoch nicht allein die Spiritualität im Kirchenraum, sondern auch die koptische Kunst. Ein wichtiger Faktor in jeder koptischen Kirche ist die künstlerische Ausstattung. Ikonen, Mosaiken und Wandmalereien sind Träger theologischer Erzählungen. Somit greifen architektonische Strukturen und das ikonografische Programm ineinander, um eine ganzheitliche sakrale Erfahrung zu ermöglichen.

451 n. Chr. trennten sich die Kirchen in alt-orientalische und eine byzantinische Kirche. Im Rahmen der Arbeit sollen die Unterschiede der koptischen Kirche zu den byzantinischen und den anderen alt-orientalischen Kirchen auf dem Gebiet der Theologie, der Architektur und der Ikonografie besprochen werden.

Bei der Diplomarbeit handelt es sich um eine theoretische Arbeit. Primäre und sekundäre Quellen, einschließlich Fachliteratur, Baupläne und Fotografien, werden kritisch ausgewertet, um ein umfassendes Verständnis der koptischen Kirchenkunst zu entwickeln.

 

Fotos: Sarah Gabra
Fotos: Sarah Gabra

Der Bautyp Palasthotel an der Wiener Ringstraße. Eine Bauaufgabe veranlasst durch die Weltausstellung 1873

Sarah DEUBELLI 2023 SS - 2025 SS
Betreut von:
Sabine Plakolm-Forsthuber

Exposé

Eine Analyse der architektonischen und städtebaulichen Aspekte anhand exemplarischer Bauten für die Hotellerie.

Im Hinblick auf den bevorstehenden Besucheransturm während der Weltausstellung im Jahr 1873, erkannte Wien die Notwendigkeit, ihre Kapazitäten für die Unterbringung von Gästen zu erweitern. Im Vergleich zu anderen europäischen Großstädten war die Stadt zu dieser Zeit nur begrenzt mit großen Hotels oder Gasthöfen ausgestattet. Zahlreiche neue Hotels wurden errichtet und existierende Unterkünfte erweitert, modernisiert und angepasst, um den erwartenden Antrag während der Weltausstellung bewältigen zu können. Als Resultat wurden beeindruckende Bauten geschaffen, die bis heute das Stadtbild Wiens prägen und ein bedeutender Bestandteil des Erbes der Weltausstellung darstellen.

Vor diesem Hintergrund konzentriert sich diese Arbeit auf den Fußabdruck der Weltausstellung von 1873 im Stadtbild Wiens und untersucht insbesondere die architektonischen, infrastrukturellen Maßnahmen anhand der Hotels.

Arbeitsthese: Die Architektur jener Zeit ergänzt den architektonischen Reichtum Wiens und transportiert das Flair der Kaiserzeit in die Gegenwart. Ein interessanter Aspekt hierbei ist die Frage, inwiefern sich die Architektur der Weltausstellung in der Gestaltung der Hotels widerspiegelte? Gab es bestimmte Architekturmerkmale, die sich in den Hotelbauten wiederfanden?

Auch die städtebaulichen Merkmale der für die Weltausstellung erbauten Hotels sind von großem Interesse: Wie haben diese den Wiener Städtebau beeinflusst und welche Auswirkungen hatten sie auf die weitere Stadtentwicklung?

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Auswirkung der architektonischen Stilrichtungen und Innovationen der Ringstraßenära auf die Gestaltung und Entwicklung der Wiener Hotels während der Weltausstellung. Welche Architektursprachen waren in dieser Zeit prägend und wie wurden sie in den Hotelbauten umgesetzt?

Diese Fragen bilden den Kern meiner Arbeit und sollen anhand von exemplarischen Beispielen, alten Plänen, Kartenmaterial, Ansichten und schriftlichen Aufzeichnungen untersucht werden. Ziel ist es, ein umfassendes Bild der Entwicklungen im Bereich der Hotelinfrastruktur in Wien während der Weltausstellung zu zeichnen und dabei auch die Auswirkungen auf den Wiener Städtebau zu beleuchten, um abschließend die Frage beantworten zu können: Wie lässt sich das Erbe der Weltausstellung im Wiener Städtebau anhand der architektonischen Merkmale und Entwicklungen der damals errichteten Hotels und Prachtbauten ablesen und wie hat die Struktur der Hotels seit ihrer Errichtung bis heute die städtebauliche Entwicklung beeinflusst?

Literaturverweise

Eggert 1976

Klaus Eggert: Der Wohnbau der Wiener Ringstraße im Historismus. 1855 – 1896, Wiesbaden 1976.

Pemsel 1989:

Jutta Pemsel: Die Wiener Weltausstellung von 1873. Das gründerzeitliche Wien am Wendepunkt, Wien/Köln/Böhlau, 1989.

Posch 2014

Wilfried Posch: Weltausstellung und Stadtentwicklung. Die Folgen Für Wien, in: Wolfgang Kos [Hg.], Experiment Metropole. 1873: Wien und die Weltausstellung, Wien 2014.

 

Bautechnische Probleme bei Kirchen der Erzdiözese Wien aus den 1960ere Jahren

Christoph SCHIPFER 2022 WS - 2024 SS
Betreut von:
Sabine Plakolm-Forsthuber

Pioniere des österreichischen „Biophilen Designs“

Tristan HUNT 2023 WS - 2024 WS
Betreut von:
Sabine Plakolm-Forsthuber

Der Ausstellungsraum als Mittel der sozialen Interaktion und neuer Raumwahrnehmung.

Claire HOFFELD 2021 WS – 2023 SS
Betreut von:
Sabine Plakolm-Forsthuber

Seit den 1960er Jahren herrschte vor allem an der Ostküste Amerikas politischer und
sozialer Aktivismus. Gefordert wurden mehr Diversität und eine neue Herangehensweise an
Kunst. Dies hatte zur Folge, dass einige Künstler und Künstlerinnen den Warenstatus, sowie
die Ideologie der Museen in Frage stellten.

Viele Künstler*innen wie Andrea Fraser, Daniel Buren, Michael Asher oder Marina
Abramović haben sich sowohl mit der Kritik, wie auch mit der Nutzung des Museums für
soziale Interaktionen auseinandergesetzt. Ziel ihrer Inventionen war es eine neue
Raumwahrnehmung bei den Besucher*innen hervorzurufen um die Umwelt intensiver
wahrzunehmen.

Anhand folgender Beispiele möchte ich gerne kurz auf Künstler*innen und ihre Werke
eingehen, welche sich erst durch die Auseinandersetzung mit dem Ausstellungsraum
erschlossen.

Daniel Buren setzte sich intensiv mit der Wirkung seiner Kunst im Raum auseinander. Er
stellte die konventionellen Annahmen über das Museum radikal in Frage und brachte mit
seinen Installationen bewusst versteckte politische und soziale Aspekte eines Raumes zum
Vorschein. So auch bei der Ausstellung „Peinture-Sculpture“ im Guggenheim-Museum 1971
in New York. Er halbierte die Rotunde mit einem Tuch, was zur Folge hatte, dass sich
andere Künstler*innen durch dessen Wirkung benachteiligt fühlten.

Michael Asher beschäftigte sich mit der Entfremdung von Ausstellungsräumen durch
Ergänzung oder Entfernung von Elementen und setzte sich mit dem bewussten
Wahrnehmen des Raumes durch Schall und Geräusche auseinander. Auch die Ausstellung
„Spaces“ 1970 im MOMA in New York gestaltete er aus nicht-visuellen Mitteln. Dies sollte bei
den Besucher*innen ein positives Raumgefühl auslösen.

Andrea Fraser ist eine amerikanische Künstlerin die sich ebenfalls kritisch mit Institutionen
und dem Warenstatus von Kunst auseinandersetzt. Mit ihrer Aufführung „Museum Highlights:
A Gallery Talk“ im Philadelphia Museum of Art machte sie 1989 die Besucher und
Besucherinnen auf die für sie verschwenderischen und konsumorientierten Räume des
Museums aufmerksam. So war für Fraser der Souvenirshop genauso wichtig wie der
Ausstellungsraum an sich.

Marina Abramović beschäftigt sich mit der Kritik an der westlichen Gesellschaft, sowie der
Immaterialität von Zeit und Umgebung. Bei ihrer Performance zu „The House with the Ocean
View“ setzte sie sich mit dem emotionalen und spirituellen Wirken im Raum auseinander. Die
Aufführung war 2002 in der Sean Kelly Gallery in New York zu sehen. Die Künstlerin war der
Meinung mit ihrem Experiment eine Art Energiefeld zu erzeugen, mit welchem sie auf
atomarer Ebene den Raum mit der Öffentlichkeit vereinen und verändern könne.
Bei den Beispielen handelt es sich um Werke und Aufführungen zwischen 1970 und 2002
bezogen auf die Kunstbewegung der Ostküste.

 

Das “Bregenzerwälder Hus” – die Entwicklung einer unverkennbaren Wohnkultur

Anna-Sophie HOLZMÜLLER 2021 WS – 2023 WS
Betreut von:
Sabine Plakolm-Forsthuber

Expose

Der Bregenzerwald kann als kulturelles Phänomen gesehen werden. Die Kulturgüter dieser Region reichen von weltberühmter Architektur bis zum, weit über die Grenzen Österreichs begehrten, Bregenzerwälder Käse.

Diese Arbeit ist der Versuch, zu verstehen, wie es der Region des Bregenzerwaldes gelingt, einen wertvollen Kulturschatz über Jahrhunderte hinweg zu wahren und weiter zu spinnen. Wie konnte dieser entstehen und auf welche Weise ist die tiefe Verpflichtung der Tradition gegenüber mit dem gleichzeitig hohen Grad an Innovation vereinbar?

Eine besondere Ausformulierung findet diese starke Kultur in der Architektur des Bregenzerwälder Hauses. Eine durch lokale Lebensbedingungen, die Gegebenheiten der Region und die Bewirtschaftung des wertvollen Landes entstandene Sonderform des Arbeitens und Wohnens manifestiert sich auf unverwechselbare Weise in einem Gebäudetypus – dem “Bregenzerwälder Hus”. Es ist Zeugnis des Zusammenwirkens von Tradition und Innovation, von lang Erprobtem und neu Dazugelerntem.

Bemerkenswert ist dabei die allmähliche Entwicklung eines tieferen Verständnisses für eine hochentwickelte Wohnkultur. Aus der Notwendigkeit eines schützenden Daches, unter welchem sowohl Mensch, als auch Vieh untergebracht sind, entsteht eine identitätsstiftende Alltags- und Wohnkultur mit all den für diesen Ort so spezifischen Handlungen und Objekten.

Aus der alltäglichen Nutzung entwickeln sich Räume, die in ihrer Verwendung perfekt und bei bloßem Betrachten hoch ästhetisch sind. Es soll sichtbar werden, wie sich aus Traditionen und wirtschaftlichen Notwendigkeiten eine starke Wohn- und Alltagskultur entwickeln konnte, die bis in die Gegenwart ihre Gültigkeit bewahrt und basierend auf ihrer Geschichte weitergesponnen wird. Ist diese Wohnkultur nicht zuletzt so bemerkenswert, da sie sich innerhalb einer Region in ihrer Stärke und Prägnanz flächendeckend ausbreiten konnte?

Es soll aufgezeigt werden, wie sich aus der Geschichte des Bregenzerwaldes ein allgemeines Verständnis für eine unverkennbare Wohnkultur entwickeln konnte, die auf Traditionen aufbaut und durch Innovationen weiterentwickelt wird.

Zunächst müssen die Umstände, unter welchen die Bregenzerwälder Wohnkultur entstehen konnte, näher betrachtet werden. Die Region wird auf ihre geographische Lage im voralpinen Raum untersucht. Gegebenheiten wie Klima, Topographie, Besiedlungsgeschichte und -struktur sollen einen Überblick über das Gebiet geben.

Des Weiteren werden soziokulturelle Hintergründe und kulturelle Phänomene des Bregenzerwaldes durchleuchtet um schlussendlich zum eigentlichen Kern der Arbeit zu führen – dem Bregenzerwälderhaus als Manifest der historisch gewachsenen Wohnkultur. Anhand traditioneller Bauernhäuser wird die ursprüngliche Substanz durchleuchtet. Auf dieser aufbauend führen architektonische Beispiele bis in die Gegenwart – die Wohnkultur zieht sich wie ein roter Faden von der Vergangenheit bis ins Jetzt. Die Gegenwart, welche in ihrer Geschichte eine große Chance sieht und diese aufnimmt und weiterführt.