Lehrveranstaltungen

VU Modul Architektur- und Kunstgeschichte

  • Univ.Ass. Tristan Hunt Dipl.-Ing.
WS 2026

Merkmale

Semesterwochenstunden
8,0
ECTS
10,0
Format der Abhaltung
Präsenz
Lernergebnisse
Nach positiver Absolvierung der Lehrveranstaltung sind Studierende in der Lage, aufbauend auf prominenten Themen der Architekturgeschichte und konkreten Forschungsaufgaben das breite Spektrum an terminologischen und methodischen Aspekten zu erkennen, die Fähigkeit zu wissenschaftlichen Fragestellungen und Argumentationsstrategien zu entwickeln, einen angemessenen Umgang mit Forschungsliteratur und Archivalien zu erlernen sowie die Kompetenz bei mündlicher und schriftlicher Präsentation zu verbessern. Das Modul versteht sich als Beitrag zu einer forschungsgestützten Lehre mit praxisnahem Anspruch.

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Inhalt der Lehrveranstaltung

Was für ein Theater?!

Das Burgtheater in Wien befindet sich an einer neuralgischen Stelle innerhalb der Ringstraßenzone. In den kommenden Jahren wird die Wiener Ringstraße umgestaltet und aufgewertet werden, um mehr Platz zum Radeln und Flanieren zu bieten. Im Wintersemester 2026 widmet sich das Modul Architektur- und Kunstgeschichte (LV-Nummer 251.692) diesem berühmten historischen Theaterbau und dessen Lage am Ring. Es interessieren uns besonders Fragestellungen der Architektur- und Städtebau- sowie der Kunstgeschichte.

Die Ringstraßenzone entstand auf dem ehemaligen Glacis, als die Stadtmauer ab 1858 zu demolieren begonnen wurde und fungiert als Bindeglied zwischen der Innenstadt und den ehemaligen Vorstädten. Über die unverbauten Flächen des Glacis wurde ein Masterplan gelegt, bei der die Ringstraße das städtebauliche Rückgrat bildet. Einer von zahlreichen Monumentalbauten diese Prachtstraße des 19. Jahrhunderts ist das Burgtheater, geplant von Gottfried Semper und Carl Freiherr von Hasenauer.

Im Modul richten wir den Blick auf das Theatergebäude und seine städtebauliche Stellung. Die Studierenden werden durch eingehende Betrachtung, Analyse und Fragen angehalten, das Gebäude in seiner Gesamtheit wie auch dessen architektonische Ausgestaltung und städtebauliche Situation zu untersuchen. Dies gelingt auf architektonischer Ebene durch die Kenntnis und Anwendung von fachspezifischen Begriffen (Termini). Um die städtebauliche Situation des Monumentalbaus zu verstehen und zu interpretieren, werden wir unterschiedliche Methoden zur Schärfung der Stadtwahrnehmung anwenden. Wir sind davon überzeugt, dass diese Grundkenntnisse im Werkzeugkasten von Architekt:innen nicht fehlen dürfen.

Das Ziel der Lehrveranstaltung ist es, Architektur und Städtebau gemeinsam zu denken, ein Verständnis für die Komposition von Gebäuden, Fassaden und städtebaulichen Situationen zu entwickeln und die komplexe Entstehungsgeschichte von Monumentalbauten wie des Burgtheaters anschaulich darzustellen. Auf diese Weise wird eine Grundlage geschaffen, mit der im Heute agierende Architekt:innen schlüssig und nachhaltig im historischen Bestand intervenieren können.

Das Modul Architektur- und Kunstgeschichte (LV-Nummer 251.692) setzt sich aus folgenden Lehrveranstaltungen zusammen:

Im Rahmen des „Seminars“ (LV-Nummer 251.217) analysieren wir die Fassaden des Burgtheaters auf das Genaueste. In Gruppenarbeit werden Fassaden nachgezeichnet und wesentliche architektonische Bestandteile untersucht. Diese Untersuchung betrifft vor allem das architektonische Vokabular, mit dem die Fassaden gestaltet, ja komponiert wurden. Das Vokabular, mit dem große Fassadenflächen in ein architektonisches System überführt, durch diese Gliederung in eine Ordnung gebracht wurde und so eine Lesbarkeit bereitgestellt hat.

In der „Werkstatt“ (LV-Nummer 251.215) werden wir uns mit der städtebaulichen Situation des Burgtheaters aufgrund intensiver Begehungen und Analysen auseinandersetzen. Ziel ist es, Bewegungsmuster durch die Stadt zu erfassen und zu analysieren. Stärken und Schwächen werden herausgearbeitet sowie Verbesserungsvorschläge für die Zukunft gemacht.

In der Lehrveranstaltung „Methoden“ (LV-Nummer 251.216) werden die Regeln des wissenschaftlichen Arbeitens und Schreibens vorgestellt und verschiedene methodische Ansätze diskutiert.

Im „Forum“ (LV-Nummer 251.219) werden wir an unterschiedlichen Führungen teilnehmen. Darüber hinaus werden wir gemeinsam einen themenspezifischen Film anschauen und diskutieren sowie ein Theaterstück im Burgtheater besuchen.

Prüfungsmodus

schriftlich und mündlich

VU Methoden Kunstgeschichte

  • Univ.Ass.in Dipl.Ing.in Mag.a phil. Theresa Knosp
WS 2026

Merkmale

Semesterwochenstunden
1,5
ECTS
2,0
LVA Nummer
251.216
Format der Abhaltung
Hybrid
Lernergebnisse
Nach positiver Absolvierung der Lehrveranstaltung sind Studierende in der Lage wissenschaftliche Texte zu verfassen, grundlegende wissenschaftliche Arbeitsweisen wie Literatur- und Quellenrecherchen, insbesondere kunsthistorische Methoden, zu kennen und anzuwenden, sowie Grundbegriffe des Faches Kunstgeschichte kritisch zu hinterfragen und selbstständig anzuwenden. Die Studierenden werden hinsichtlich der zu haltenden Referate zum "Seminar" zu verschiedenen Strategien eines Referates, aber auch des wissemschaftlichen Arbeitens allgemein herangeführt. Dazu zählen ebenso grundlegende Kenntnisse der Architekturbeschreibung und -analyse, Hilfestelllungen zur Erarbeitung eines Forschungsstandes und Quellenlage, oder auch der Formulierung einer Forschungsfrage. Die Lehrveranstaltung wird modulbegleitend zum "Seminar" abgehalten und vermittelt Inhalte zur Gliederung und des Vorgehens beim Referat, sowie zur schriftlichen Arbeit.

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Inhalt der Lehrveranstaltung

Die Lehrveranstaltung ist auf das Seminar des „Moduls Architektur- und Kunstgeschichte“ abgestimmt. Eine ausführliche Erläuterung der Inhalte finden Sie in der Modulbeschreibung.

Methoden

Einführung in die grundlegenden Prinzipien wissenschaftlichen Arbeitens und Kennenlernen kunsthistorischer Methoden.

Prüfungsmodus

schriftlich und mündlich